Werdegang im Corps
Der Werdegang im Corps

Ist ein Student auf unser Corps aufmerksam geworden, hat sich auf unsere Einladung eine Weile bei uns umgesehen, und sich entschieden Märker werden zu wollen, so kann er einen Antrag auf „Admission“, auf Aufnahme ins Corps als Fuchs stellen. Fuchs ist dabei die Bezeichnung für neue, noch nicht mit allen Rechten ausgestattete Mitglieder des Corps. Dieser Antrag wird dann im Corps abgestimmt. Wurde er positiv entschieden, kann die Admission erfolgen. Dabei erhält der neue Fuchs in einer kurzen Zeremonie das zweifarbige Fuchsenband und die Mütze der Marchia.

Die nun folgende Fuchsenzeit, die in der Regel zwei Semester dauert, ist einerseits eine Art gegenseitiger Probezeit in der der Fuchs ausprobieren kann, ob die dauerhafte Mitgliedschaft im Corps wirklich das Richtige für ihn ist, in der aber auch das Corps die Zeit hat sich in Ruhe ein Bild von seinem neuen Mitglied zu machen und zu entscheiden, ob es zu Marchia passt. Andererseits ist die Fuchsenzeit aber auch eine Ausbildungsphase, in der die Füchse alles lernen was später zur Übernahme von Verantwortung und Führungsaufgaben im Corps benötigt wird. Dazu gehören neben corpsstudentischen Traditionen und Umgangsformen, sowie der Geschichte der Corps im Allgemeinen und der Marchia im Speziellen auch ganz praktische Dinge wie die Organisation von Veranstaltungen und das Halten von Reden. Diese Ausbildung erfolgt in erster Linie durch den Fuchsmajor, einen erfahrenes Corpsmitglied, das in wöchentlichen Fuchsenstunden das entsprechende Wissen vermittelt. Zusätzlich dazu wählt der frisch ins Corps eingetretene Fuchs sich einen älteren Corpsangehörigen zum Leibburschen. Dieser ist für ihn eine Vertrauensperson, ein Mentor, der seinen dann so genannten Leibfuchs in allen Angelegenheiten des Corps mit Rat und Tat zur Seite steht. Auch nach dem Ende der Fuchsenzeit bleibt dieses Leibverhältnis bestehen und wächst häufig zu einer besonderen lebenslangen Freundschaft. Neben der theoretischen und praktischen Ausbildung absolviert der Fuchs in den ersten beiden Semestern außerdem zwei Mensuren.

Ist dies geschehen und hat der Fuchs sein erlerntes Wissen in einer Fuchsenprüfung unter Beweis gestellt, erfolgt seine Rezeption, die Aufnahme in das engere Corps mit sämtlichen Rechten und Pflichten. Dabei erhält er in feierlichem Rahmen das orange-weiß-goldene Burschenband der Marchia und ist von nun an Corpsbursch. Damit beginnt die Phase mit der höchsten Verantwortung, aber auch dem größten Gestaltungsspielraum, denn die Corpsburschen (CB) leiten das Corps und bekleiden die drei Führungspositionen, die so genannten Chargen, die jedes Semester neu gewählt werden. Nach zwei weiteren Semestern und dem Bestehen der beiden übrigen Pflichtmensuren endet die Zeit als Aktiver und es erfolgt die Inaktivierung.

Der nunmehr inaktive Corpsbursch (iaCB) oder kurz Inaktive, ist von allen Pflichten im Corps entbunden und hat nun Zeit sich verstärkt dem Studium zu widmen um es erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Er kann aber jederzeit nach Belieben an den Veranstaltungen des Corps teilnehmen und auch weiter das Corpsgeschehen - beispielsweise als Fuchsmajor – mitgestalten, steht den Aktiven mit seiner Erfahrung beratend zu Seite und bleibt dem Corps weiter eng verbunden.
Nach dem Abschluss des Studiums und mit dem Berufseinstieg wird der Inaktive Alter Herr. Ab diesem Zeitpunkt trägt er mit seinen Mitgliedsbeiträgen zur Finanzierung der Veranstaltungen des aktiven Corps und des Corpshauses bei. Außerdem ist er weiter Ansprechpartner der Aktiven und Inaktiven, besucht bei Gelegenheit Corpsveranstaltungen und hilft im Studium durch die Vermittlung von Praktika oder später im Beruf. So besteht auch weiterhin der Kontakt zum Corps und die einmal in der Aktivität geschlossenen Freundschaften halten ein Leben lang.
Corps Marchia im KSCV | Bernadottestr. 68, 14195 Berlin | E-Mail: cc@corps-marchia.de | Telefon: 030 / 831 13 72